Donnerstag, 15. Dezember 2016

Sterne sind ...

... wie die Vergissmeinnicht der Engel.  (Henry Wadsworth Longfellow - amerikanischer Schriftsteller)


Ich las diesen Spruch und fand ihn einfach nur unglaublich schön. Vielleicht deshalb, weil ich sehr gerne in den Nachthimmel schaue. Mich fasziniert diese Unendlichkeit. In die Unendlichkeit zu schauen lässt Tagesgeschehnisse relativieren und beruhigt . Auch Details im Garten zu betrachten und zu staunen, wie in der aktuellen Jahreszeit Raureifen an den Stauden bilden oder wie sich im Frühling Knospen bilden und das Gras wieder spriesst, im Sommer die Farben spielen und im Herbst sich alles wieder zurückbildet und die Kargheit wiederkommt, beruhigt.
Dieser Spruch, der die Sterne mit Vergissmeinnicht vergleicht, kombiniert zwei meiner Kraftorte: Das Universum und die Natur. Und genau das macht den Spruch so toll: Er reso

niert bei mir. Er lässt zwei Dinge in mir anklingen, die beide äusserst positiv verknüpft sind.
Und genau darauf sollten wir im Alltag ganz, ganz bewusst schauen: Was in uns positive Resonanz bringt, das heilt uns, bringt uns weiter, nährt uns, energetisiert uns. Dies können Personen sein oder ein Gegenstand, etwas, was duftet, ein Musikstück, ein Bild, eine Erinnerung, eine Stimmung.

Ich wünsche Ihnen für die kommende Weihnachtszeit viel positive Resonanz und sollte es dennoch zwischendurch hektisch oder emotional anstrengend werden (ja, solche Feiertage haben es manchmal ganz faustdick drauf diesbezüglich), dann gönnen Sie sich doch einfach einen Spaziergang und konzentrieren sich auf die Natur oder den Nachthimmel.

Bis im 2017! Herzlichst, Ihre Franziska Bischof


Mittwoch, 7. Dezember 2016

Aber wie denn eigentlich?!

Liebe Leserin, lieber Leser

Abraham Lincoln sagte: "The best way to predict the future is to create it." Schön und gut, aber wie denn?!? Nun, mir persönlich hilft es, wenn ich mir dazu eine Weisheit des Philosophen Ralph Waldo Emerson vor Augen halte: "Jeder Künstler war zuerst ein Amateur."
Ralph Waldo Emerson lebte im 19. Jahrhundert und war eine der wichtigsten intellektuellen und moralischen Stützen von Abrahalm Lincoln. Auch war er erfolgreicher Mentor für viele Jungtalente im schriftstellerischen Bereich.
Inzwischen koche ich zwar definitiv nicht mehr wie ein Amateur, doch gerade dann ist es sehr schwierig, anderen auch die Chancen zur Entwicklung zu geben. Es wäre so Vieles schneller und besser erledigt, wenn ich es alleine machen würde. Dann aber würde ich es auch noch in 1, 10 oder gefühlten 100 Jahren alleine machen. Wie aber sollen sich andere auch entwickeln können, wenn ich ihnen die Chance nicht gebe?
Und ist es im Beruf nicht genau gleich? Ich muss andere fördern, sie sogar an mir vorbeiziehen lassen, wenn ich möchte, dass weiterhin Neues und Besseres möglich ist. Und ich muss bereit sein, mein Wissen weiter zu geben. Anteil nehmen lassen und Anteil geben. Austauschen. Fordern und und Fördern. Amateure ernst nehmen und hoffen, dass sich Künstler selbst immer weiterhin als ein Stückchen Amateure sehen, so dass sie die Neugierde und Motivation behalten, weitere Wege zu begehen und nicht stehen zu bleiben. Lebenslanges Lernen ist wichtig. Lebenslanges Lernen aus Neugierde und Motivation heraus ist wichtig. Nicht verbissenes Lernen aus purem Pflichtbewusstsein und Angst vor Versagen. Lernen, um noch mehr zu entdecken, noch mehr zu können, zu erfassen.

Es ist Advent. Wir alle sind Künstler darin, unsere Agenden vollzustopfen. Es ginge auch anders natürlich! Lasst uns doch zugestehen, Amateure im Zeitmanagement zu sein und zu lernen, motiviert zu lernen, wie man sich abgrenzt, sein lässt, abschliesst, hinter sich lässt und eben nicht immer perfekt sein muss. Lasst uns als Amateure den Weg zum Lebenskünstler suchen und finden!

Ich wünsche uns allen einen schönen Advent!

Herzlichst

Franziska

Montag, 21. November 2016

Black Story



Liebe Leserin, lieber Leser

Kennen Sie „black stories“? Das sind rätselhafte Geschichten. Geschichten, die man  sich erzählt, um danach nach Gründen zu suchen, weshalb sich eine Person so verhält oder eine Situation so passiert ist, wie eben geschildert wurde. Oft erzählt man sich black stories in Gruppen und rätselt gemeinsam. Ich möchte Ihnen eine erzählen: 

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit eine Person – sie war etwa in Ihrem Alter – vielleicht etwas jünger, vielleicht etwas älter. Diese Person, sagen wir, es sei ein Mann, führte ein ganz normales Leben. Am Morgen stand er auf, erledigte seine Morgentoilette, ass ein währschaftes Vollkornmüesli und trank einen doppelten Espresso bevor er auch seine drei Goldfische fütterte. Dann studierte er das Wetter-App auf seinem Natel, um zu entscheiden, ob er seinen Schirm mitnehmen soll. Drei Busstationen war sein Zuhause von seinem Arbeitsort entfernt. Sein Arbeitsplatz befand sich im 13. Stock eines Hochhauses. Wenn er den Lift betrat und alleine drin war, furh er bis zum 9. Stock. Dort stieg er aus, um die restlichen 4 Stockwerke zu Fuss zu bewältigen. Bei Regenwetter oder wenn er sich nicht alleine im Lift befand, fuhr er indes immer bis zum 13. Stockwerk hoch. Tagsüber fiel er nicht gross auf. Am Abend betrat er den Lift immer schon im 13. Stockwerk und drückte den 0-Knopf. Nie lief er die 4 Stockwerke runter bis zum 9. Stock. Wie erklären Sie sich das komische Liftverhalten des Mannes?

Lösung: Der Mann war kleinwüchsig. Er erreichte im Lift just den 9. Knopf und lief deshalb die 4 Stockwerke zu Fuss bis zum 13. Stock hoch. Waren andere Leute mit im Lift, bat er sie, an seiner Stelle die 13 zu drücken. Führte er seinen Regenschirm mit, so erreichte er ebenfalls den Knopf. Beim Herunterfahren am Abend musste er lediglich die 0 drücken, was ihm keine Mühe bereitete.

Weshalb ich Ihnen diese Geschichte erzähle? Vielleicht fragen Sie sich gerade, ob es ethisch vertretbar ist, ein Rätsel über einen Kleinwüchsigen zu machen? Ja, doch dazu komme ich später. Ich habe Ihnen diese Geschichte erzählt, weil sie so menschlich ist. Wir alle Mankos/Bürdelis/Defizite/Befangenheiten/Behinderungen/....

Die einen eher körperlicher, die anderen eher sozialer, emotionaler oder geistiger Art oder eine Kombination aus Verschiedenem. Ob der Mann ein erfülltes Leben führt und mit seinem Job zufrieden ist oder nicht, lässt sich nach der kurzen Geschichte nicht ableiten. Genausowenig ob er glücklich oder unglücklich ist. Über ihn lässt sich daher noch gar kein Urteil bilden. Es ist schlicht zu wenig Wissen da. Oder doch? Etwas an ihm macht aus, dass er mir sehr sympathisch ist. Er steht zu seinem Manko und bittet um Hilfe - wenn denn welche da ist. Oder er nimmt es gelassen hin wie es eben ist und findet eine eigene Lösung, indem er den Regenschirm zu Hilfe nimmt oder die 4 Stockwerke eben einfach zu Fuss zurück legt. So einfach ist es doch! Und genau deshalb ist das Rätsel nicht unethisch, sondern sogar lehrreich!

Wir alle sind uns unserer Mankos sicher sehr bewusst und wissen, wo wir nicht alleine zu unseren Zielen kommen. Wie sourverän hingegen verhalten wir uns, wenn es darum geht, um Hilfe zu bitten? Um Hilfe zu bitten heisst, zuzugestehen, nicht perfekt zu sein. Um Hilfe zu bitten, weil die eigenen Kräfte oder das eigene Vermögen nicht ausreichen, braucht Mut.
Wir Menschen sind soziale Lebewesen. Anderen zu helfen kann uns selbst bereichern. Geben Sie doch da und dort jemandem die Chance, Ihnen zu helfen – Sie bereichern damit ein anderes Leben! Und vielleicht steckt es ja an, denn eine beschenkte Person gibt gerne zurück und bereichert dann als nächstes vielleicht Sie? 

Das Leben ist ein Geben und Nehmen! Ich wünsche Ihnen die nötige Gelassenheit, zu Ihren eigenen nicht perfekten Seiten zu stehen! Wir sind eben alle doch „nur“ Menschen. 

Herzlichst, Franziska Bischof

Sonntag, 6. November 2016

Letzte öffentliche Powerkurse im 2016

Liebe Leserin, lieber Leser

Die letzten 4 öffentlichen Powerkurse im 2016 sind ausgeschrieben. Anmeldung via www.powermanagement.ch/erlebnisevents.html

Samstag, 12.11.16, 9 - 17.30 h: Paarkurs
Sind Sie als Paar auseinandergelebt / -gestritten? Stellen Sie sich die Frage, ob Ihre Paarbeziehung über-haupt noch Chancen hat? War es das nun? Weiter wie bis jetzt oder in Richtung Trennung oder Neuanfang? Der tägige Paarworkshop bringt Sie aus der aktuellen Stagnation heraus, hinein in Veränderungen.

Samstag, 19.11.16, 9 - 17.30 h: AD(H)S im Erwachsenenalter
Mit dem Kopf durch die Wand zu gehen verursacht Probleme und Schmerzen – emotional und körperlich. Lassen Sie sich zeigen, wie man Türen findet und Türfallen bedient, damit Ihr Leben positiv, intensiv und fokussiert wird. 

Freitag, 25.11.16, 9 - 17.30 h: Burnout
Luft draussen, erschöpft, leer, ausgepowert. Und jetzt? Melden Sie sich an einen Tageskurs an und investieren Sie in Ihren persönlichen Turnaround! Dieser Kurs richtet sich sowohl an Personen mit einer Erschöpfung, wie auch an Vorgesetzte, welche erkennen möchten, was Ihre Rolle ist. Wo und wie ist unterstützung nötig und wo und wie ist Abgrenzung angesagt?

Samstag, 3.12.16, 9 - 17.30 h: Umgang mit Konflikten
mmer wieder falsch verstanden zu werden führt zum Gefühl, nicht mehr sich selbst sein zu dürfen Lernen Sie, sich selbst aus negativen Konstellationen herauszuführen, Muster zu durchbrechen und „Ursache und Wirkung“ zu verstehen. Melden Sie sich für einen Tageskurs an und erleben Sie Ihre Handlungsmöglichkeiten!
Dieser Kurs richtet sich sowohl an Personen, welche Ihr Konfliktmuster betrachten und durchbrechen möchten als auch an Personen, welche immer wieder mit Konflikten zu tun haben – sei das im Berufs- oder im Privatleben und gerne Strategien im Umgang mit Konflikten erlernen möchten.

Mit spätherbstlichen Grüssen

Franziska Bischof


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Berge oder Meer?

Liebe Leserin, lieber Leser

Ich mag keine Krimis. Beim Essen bin ich offener und teste gerne Neues aus. 

Warum ich Ihnen das anvertraue? Es ist wichtig, von sich selbst zu wissen, was man mag und was nicht und danach zu leben. Tönt sehr logisch! In meiner Arbeit als Psychologin erlebe ich allerdings täglich, dass viele Menschen gerade damit Mühe haben. Sie wissen zwar, was sie wollen und was sie nicht wollen, doch können sie sich nicht danach ausrichten. Sie sagen ja und meinen nein. Sie überladen sich und wundern sich, dass sie Mühe haben, sich abzugrenzen. Sie hegen grosse Selbstzweifel und trauen sich dennoch nicht, Hilfe einzufordern. Sie nehmen sich zu wenig Zeit fürs Essen und stopfen dennoch grosse Mengen in sich hinein. Sie sehnen sich nach einer liebevollen Beziehung und reden selbst sehr gehässig über ihre Partnerschaft. 

Was für ein Programmfehler liegt da vor? Es ist, wie wenn ich Lust auf Meer und Sonne hätte, stattdessen ins alpine Hochgebirge fahren würde und dann enttäuscht und erstaunt feststellen würde, dass mein Gepäck nicht passend ist. Die Wünsche und die Umsetzung liegen weit auseinander. Die eigenen Erwartungen passen nicht mehr auf das eigene Leben. Spannend dabei ist, dass der Fehler für diese Diskrepanzen häufig zu zwei sehr destruktiven Verhaltensweisen führt:

Statt sich selbst zu reflektieren und sich zu hinterfragen, wie man nun korrigierend vom alpinen Hochgebirge zum Meer gelangt, ist das erste destruktive Verhaltensmuster der Selbstzweifel: Sehr viele Menschen investieren bei Fehlern in ihre meist schon gut genährten Selbstzweifel. Das zweite destruktive Verhalten, das sehr häufig mit ersterem zusammen auftritt (die beiden scheinen gute Freunde zu sein), ist, Vorwürfe gegen aussen hin auszusprechen. Vorwürfe zielen meist auf das nächste Umfeld ab (Chef, Partner, Nachbarn, Wetter, Wochentag etc.) und hätten eigentlich das Ziel, von eigenen Selbstzweifeln abzulenken. Externe Attribution nennt es die Fachwelt, wenn man anderen Personen oder Dingen die Verantwortung für eine Situation zuschreibt. Externe Attribution dient der Psychohygiene, weil es befreit. Doch ein Zuviel davon ist so wenig gesund und sympathisch wie ein Zuviel an Selbstzweifeln: Wir kennen sie alle, diese Ewignörgler. Sie sind nicht beliebt – weder vom Umfeld, das mit ihnen zusammenleben oder –arbeiten muss, noch von sich selbst. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb sowohl, die Selbstzweifler und die Fremdkritiker, wie auch die Kombinatoriker von beidem, häufig sehr unglücklich sind. Sie sitzen in ihrem Leben fest, setzen ihre Energien in Selbstzweifel und Vorwürfe gegen aussen um, was einer Stagnation der Situation gleichkommt und müssen mit ansehen, wie sie von lauter glücklicheren Menschen überholt werden. Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie sich durch Ihre Selbstzweifel oder die Reaktion durch Vorwürfe „an-die-Hand-genommen-fühlten“? Weder Selbstzweifel noch Vorwürfe bündeln positive Energien. 

Was denn wäre aber die Alternative? Zuerst ist es wichtig, seine Ziele zu kennen und sein Verhalten danach auszurichten. Passieren dennoch Fehler – kann ja zwischendurch passieren, dass ich tatsächlich auf dem alpinen Gipfel lande statt am Meer – so hilft es, wenn ich den Humor, den Verstand, oder einen guten Freund um Hilfe bitte.

Ich wünsche Ihnen Klarheit und Mut, sich für sich selbst und die eigenen Ziele und Werte einzusetzen!

Samstag, 15. Oktober 2016

Gewinner oder Verlierer

(Aus vom Kopf ins Herz, Band 1 von Franz X. Bühler)

Der Verlierer ist immer Teil eines Problems.
Der Gewinner ist immer Teil einer Antwort.

Der Verlierer hat immer eine Entschuldigung.
Der Gewinner hat immer ein Programm.

Der Verlierer sagt: "Das ist nicht mein Job."
Der Gewinner sagt: "Lass mich es für dich tun."

Der Gewinner sieht eine Antwort in jedem Problem.
Der Verlierer sieht ein Problem in jeder Antwort.

Der Verlierer sieht ein Problem in jedem Sandloch.
Der Gewinner sieht das Grün neben dem Sandloch.

Der Verlierer sagt: "Es könnte möglich sein, aber es ist zu schwierig."
Der Gewinner sagt: "Es könnte schwierig sein, aber es ist möglich."

Liebe Leserin, lieber Leser, es ist in unserer Hand, wofür wir uns entscheiden! Unsere Handlungen folgen unserer Einstellung. Manchmal sind allerdings die Muster so festgefahren, dass wir nicht wissen, wie wir uns davon befreien können. Dann ist es hilfreich, seine Situation mit jemandem zu besprechen - ein Freund/eine Freundin, der/die Vorgesetzte, eine Fachperson. Der Austausch bringt einerseits wertvolles Feedback von einer Aussensicht und andererseits regt es die Selbstreflektion an.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute! Auf viel Grün neben dem Sandloch :-)

Herzlichst

Franziska Bischof

Freitag, 30. September 2016

Wenn das Gleiche nicht das Gleiche ist ...

Liebe Leserin, lieber Leser

Ich möchte mit Ihnen drei persönliche Erlebnisse teilen: 

Vor einigen Tagen war ich mit meinem jüngsten Sohn, 6 Jahre alt, zu Fuss unterwegs. Wir kamen an einigen verdorrten Blumen und Sträucher vorbei. Daraufhin er: "Mama, lueg, die Blueme sind ganz roschtig!"Meine Antwort: "Ja, das gseht tatsächlich us wie Roscht, wenn die Blueme und Bletter verdorrt sind." Rost und Verdorrtsein ist nicht das Gleiche, obwohl es gleich aussieht!

Ein andermal ich zu unserem Sohn, der sich etwas erlaubt hat, was unter der Kategorie "Schlitzohrigkeit" abgebucht werden kann: "Hey, du bisch en rechte Luuser!" Unsere Teenytochter, sah mich daraufhin empört an. Sie verstand natürlich - Jugendslanggemäss - "Hey, du bisch en rechte Looser!" Luuser und Looser ist nicht das Gleiche, obwohl es gleich tönt!

Als berufstätige Mutter, die seit nunmehr 18 Jahren 80% arbeitet, werde ich noch immer regelmässig vom Umfeld gefragt: "Häsch denn du überhaupt no Ziet für dini Chind, wenn du so vill schaffsch?" Mein Mann - ebenfalls 80% berufstätig - bekommt selbst im 2016 noch immer bewundernd zu hören: "Wie cool isch denn das, dass du Teilziet schaffsch und dir so Ziet nimmsch für dini Chind!" 80% Erwerbsarbeit als Frau und 80% Erwerbsarbeit als Mann ist eben nicht das gleiche - warum eigentlich nicht!?

Herzliche Grüsse

Franziska Bischof


Samstag, 17. September 2016

Mediation - ein neues Angebot der Powermanagement GmbH

liebe Leserin, lieber Leser

Langandauernde und ungelöste Krisen führen zu Konflikten. 

Auch das Umgekehrte gilt:

Langandauernde und ungelöste Konflikte führen zu Krisen. 

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, das Angebot der Powermanagement GmbH durch einen weiteren Schwerpunkt - die Mediation - zu erweitern. Franziska Bischof hat ihre Mediationsausbildung diesen September erfolgreich abgeschlossen und wurde von der Schweizerischen Kammer für Wirtschaftsmediation (SKWM) als Mediatorin zertifiziert. Felix Jäggi wird seine Ausbildung kommenden Frühling abschliessen.

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren für Konflikte im privaten (Familienmediation, Trennungs- und Scheidungsmediation, ...) wie auch im beruflichen Setting (Wirtschaftsmediation, Mediation in Nachfolgeregelungen, Mediation in Arbeitssachen ...).

Wenn Sie aktuell in einem akuten Konflikt feststecken und für sich überprüfen möchten, ob Mediation eine Unterstützung wäre, bietet sich auf der Seite von Mediation-Zug ein Selbsttest an. Dieser gibt Ihnen direktes Feedback auf Ihre Konfliktsituation:

http://mediation-zug.ch/index.php/selbsttest-konflikt.html

Haben Sie Fragen zum Mediationsverfahren oder wünschen Sie in einem privaten oder beruflichen Konflikt eine kooperative und konstruktive Herangehensweise, so nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Gerne nehmen wir uns Zeit, Ihnen die Vorzüge einer Mediation im Vergleich zu anderen Verfahren der Konfliktbehandlung zu erklären oder auch mit Ihnen den Weg einer Mediation zu beschreiten.

Mit herzlichen Grüssen

Franziska Bischof
(Mitglied beim Verein Mediation Zug)

Mittwoch, 31. August 2016

Zum Nachdenken keine Zeit ...

"Zum Nachdenken keine Zeit haben heisst, 
keine Zeit haben zu sehen, 
wohin man geht, 
weil man zu viel damit zu tun hat, 
dorthin zu gelangen."
(Unbekannt)

 Es gibt dreierlei Menschen:

1. Diejenigen, welche blind durchs Leben hetzen und tatsächlich vorgeben, keine Zeit zum Reflektieren zu haben. Ihnen ist das gesunde Mass an Selbstreflektion, an Neuorientierung und an in Frage stellen abhanden gekommen. Ob sie tatsächlich glücklich sind, wenn sie ihr/e Ziel/e erreichen oder ob sie überrascht sind, weil sie sich ihr/e Ziel/e eben doch anders vorgestellt haben?

2. Diejenigen, die vor lauter Hinterfragen dermassen im Grübeln feststecken, dass sie sich nicht mehr bewegen - weder vorwärts, noch rückwärts. Sie stagnieren aus lauter Angst, einen Schritt in die falsche Richtung zu tun. Sie haben beschlossen, das Risiko auszumerzen, indem sie ihm schlicht keine Chancen mehr geben. Damit geben sie aber auch der Entwicklung, dem Glück und der Zufriedenheit keine Chancen.


3. Und drittens gibt es die Menschen dazwischen: Sie orientieren sich zwar an ihren Zielen, doch hinterfragen sie den Weg dahin regelmässig, bauen Verbesserungen in den Lebensplan ein und sind bereit, sich permanent selbst zu verändern, sich aber auch an gegebene Veränderungen anzupassen. Durch diese Beweglichkeit bleiben sie flexibel, sind meist toleranter und humorvoller.

Es ist klar, zu welcher Menschengruppe wir selbst angehören möchten. Was uns dabei hilft, sind folgende drei Fragen, die wir uns immer wieder im Alltag stellen können:
A) WO ist meine / unsere Aufmerksamkeit?
B) WAS bedeutet das?
C) WIE reagiere ich?

Mittels dieser drei kurzen Standortbestimmungsfragen schärfen wir unsere Achtsamkeit uns selbst gegenüber. Wir reflektieren unser Tun und Handeln und lernen, uns selbst Feedback zu geben. Daraus entwickelt sich ein unglaubliches Potential für unsere nächsten Schritte, denn jetzt können wir zielgerichtet korrigieren.
Die drei Fragen werden übrigens von professionellen Schauspielern regelmässig angewandt, um voll und ganz gewahr zu sein, die aktuelle Rolle mit grösstmöglicher Präsenz und Identifikation auszufüllen. Sind wir nicht im Alltag immer wieder auch kleine Schauspieler? Testen Sie die drei Fragen selbst aus: Vor oder während einer Sitzung, vor einer Präsentation, während einem Businesslunch, beim Nachtessen in der Familie, beim Zubettbringen Ihrer Kinder, beim Sporttreiben, Haushalten etc.
Ich liebe es, meine Aufmerksamkeit für den Moment so zu schärfen und mir selbst innerlich zuzunicken, wenn ich merke, dass ich mit mir und meinem Verhalten eins bin und ich liebe es, zu korrigieren, bevor Fehler auftreten.Testen Sie es selbst aus! Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg dabei!

Herzlichst

Franziska Bischof

Freitag, 13. Mai 2016

dialog.club öffnet seine Türen!

Per sofort gibt es eine fachlich geführte Gesprächsgruppe für ADS-betroffene Erwachsene in unseren Räumlichkeiten der Powermanagement GmbH.

Registrierung für die Treffs, Themen- und Datenübersicht sind via Homepage www.powermanagement.ch/dialogclub möglich.

Die Schweizer Bauernzeitung hat als erstes gestern, am 12.5.16 über das neue Angebot berichtet:


Frohe Pfingsten, viel Genuss und Zeit zum Abschalten

Herzlichst

Franziska Bischof-Jäggi



Dienstag, 3. Mai 2016

Sparen bis zum Umfallen

(Freie Nacherzählung einer bekannten Metapher. Personen, welche sehr genau denkend und handelnd sind mögen mir eventuelle Ungenauigkeiten verzeihen!)


Es war einmal ein geiziger Müller. Dieser kaufte sich einen Esel. Der Verkäufer instruierte den Müller, wie er den Esel pflegen und füttern soll, damit er bei seiner Arbeit seinen vollen Einsatz liefern könne.
Dem Müller war der Rat nach genügend und gesundem Futter für den Esel aber zu teuer. So dachte er sich, er gewöhne den Esel einfach täglich an weniger Futter. Gedacht getan: Der Müller reduzierte also das Futter des Esels von Tag zu Tag um eine Handvoll, so dass sich der Esel langsam aber stetig an seine tägliche Futterration gewöhnen könne. Der Müller war stolz auf seine Idee und freute sich über die Fortschritte des Esels, täglich mit noch weniger Futter auszukommen.
Eines Morgens aber als der Müller den Stall betrat, lag der Esel tot auf dem Boden. Der Müller schüttelte traurig den Kopf und murmelte vor sich hin: "Das ist ja nun wirklich sehr schade, dass der Esel ausgerechnet jetzt sterben musste. Es haben nur noch ein paar wenige Tage gefehlt und ich hätte den Esel daran gewöhnen können, von gar nichts mehr zu leben!"


Nun, steckt nicht in jedem von uns ein ein solcher Esel, der gefüttert und beachtet werden will? Der Esel symbolisiert unsere Bedürfnisse. Es braucht sehr viel Selbstdisziplin und "Erst-recht-und-trotzdem-Denken", um dem inneren Esel (den Bedürfnissen) auch in Stressmomenten gerecht zu werden.

Glaub mir, je kräftiger dein innerer Esel ist, je mehr Achtung du ihm schenkst, umso mehr Leistung holt er für dich dann wieder raus, wenn es drauf ankommt!

Ich wünsche dir einen schönen Tag

Herzlichst


Franziska Bischof

Donnerstag, 21. April 2016

Ruhepunkte liegen immer drin ...

... solange sie mehr hergibt als sie Zeit nimmt!

 Und wer es richtig macht, dem ist schnell klar, Ruhepunkte lohnen sich tatsächlich!
Ruhepunkte sind möglich als Kaffee- oder Tee- oder sonstige Pausen.
Ruhepunkte sind möglich als kleiner humorvoller Schwatz mit der Nachbarin.
Ruhepunkte sind möglich als kleine 5-Minuten-Pause ohne Zigarette selbstverständlich.
Ruhepunkte sind möglich auf dem WC und dem bewussten udn genussreichen Händewaschen.
Ruhepunkte sind das Lesen der Zeitung oder ein kurzes Aus-dem-Fenster-gucken-und-den-Wolkenbildern-nachschauen.
Ruhepunkte sind aber auch möglich als Liegepausen: Du brauchst eine flache, mittelharte Unterlage, legst dich auf den Rücken. Fertig. Ruhe. Augen zu. Erholung. Genuss. Ab- und Eintauchen. Abschalten und Aufladen. Mega - einfach nur mega!
....
....
....
Nach 5 Minuten bis spätestens 20 Minuten solltest du dich zwingen, zurück in den Alltag zu kehren, denn sonst läufst du Gefahr, dass du vom Dösen ins Schlafen verfällst und wenn dich der Tiefschlaf packt, dann - hoppla - hast du es schwierig, daraus wieder zu entfliehen. Damit dir das nicht passiert, kannst du entweder dein Handy auf Fibration stellen oder einen Schlüssel in die Hand nehmen. Sobald du entspannt genug bist, wird sich deine Hand öffnen und der Schlüssel entfällt dir und bringt dich in unsere Welt zurück.


Solche kurzen Ruhepunkte tagsüber, stellen die notwendige Energiebalance her. Du fühlst sich von morgens bis abends frisch und in Form.
Starte einen bewussten Selbstversuch - immer wieder und mehrmals täglich in verschiedenen Formen und geniesse das Aufladen deiner Batterien!

Ich wünsche dir einen entspannten Start in das bevorstehende Wochenende!

Herzlichst

Franziska

Donnerstag, 24. März 2016

Mir geht es eigentlich gut!

In einem sind wir Schweizer und Schweizerinnen nicht nur ein bisschen oder relativ, sondern absolut unglaublich unübertrefflich gut: Im Relativieren: Mir geht es eigentlich gut. Das Projekt ist recht gut verlaufen. Die Tagung ist relativ gut über die Bühne gegangen. Wir sind grundsätzlich einverstanden mit dem Entscheid. Ich bin ein bisschen stolz auf die Ergebnisse.
Warum denn aber nicht: Mir geht es gut? Warum kann das Projekt oder die Tagung nicht ganz klar gelobt werden? Warum nicht ein Entscheid einfach nur gutgeheissen werden? Und warum darf man nicht einfach voller Stolz und Freude sein?
Warum brauchen wir diese Relativierungen?
Sie erlauben uns einen Spielraum. Wir sind dadurch frei in alle Richtungen und haben uns nicht ganz 100% festgelegt. Diese "auf-alle-Seiten-immer-offenbleiben-Strategie" bricht uns aber unsere Ecken und Kanten. Und die sind es doch gerade, die uns auch aus- und einzigartig machen!
Meine Devise ist deshalb eine andere. Ich bin zwar weder ein Fan von Johann Kaspar Lavater (Zeitgenosse von Goethe, Zürcherischer Pfarrer, Schriftsteller und Philosoph), doch einem seiner Zitate stimme ich voll und ganz zu:
"Fang beim Anfang an und ende nicht, bis du am Ziel bist!" 


Wenn ich also heute antworten müsste: "Mir geht es eigentlich gut!" so müsste ich mir gleichzeitig eingestehen, noch auf dem Weg zu sein. Das Ziel ist ja klar und dafür bin ich und einzig und allein ich zuständig und verantwortlich. Und wenn mich äussere Widrigkeiten dermassen beeinflussen, dass sie sich relativierend auf meine Befindlichkeit auswirken, so muss ich entweder sie verändern oder sie eben akzeptieren wie sie sind. Ganz einfach!
Und auf die anderen Beispiele gemünzt heisst das: Ich bin mit einem Entscheid einverstanden oder nicht. Wenn ich noch Zweifel hege, sind die zu klären und meine Vorbehalte anzubringen. Das hat mit Ehrlichkeit und Transparenz und letztendlich aber auch mit Mut und Klarheit zu tun! Das Projekt ist gut verlaufen oder eben noch nicht fertig oder halt eben gescheitert oder nicht zu meiner Zufriedenheit umgesetzt worden. Recht gut ist eine unkorrekte Aussage. Die Tagung ist bis auf ein paar vernachlässigbare Details sehr gut über die Bühne gegangen oder hat ein gutes Echo ausgelöst. Relativ gut ist unfair und hinterlässt bei niemandem ein gutes Gefühl. Aber eben à propos Gefühle: Wir Schweizer/innen dürfen nicht stolz sein. Stolz auf eine Leistung, das gehört sich nicht. Warum denn aber nicht? Stolz hat nichts mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Stolz ist eine Form der Freude, der Selbstachtung. Emanzipieren wir das Wort und emanzipieren wir uns doch selbst, indem wir zu Klarheit stehen und Relativierungen beiseite lassen!

Genussreiche und frohe Ostertage!

Freitag, 26. Februar 2016

Muss man seinen Job lieben, um glücklich zu sein?

Und wie verhält es sich im umgekehrten Sinne, wenn man seinen Job so extrem fest liebt, dass man sich fast schon als verheiratete Person mit seinem Job sieht? Ist das noch gesund?

Tatsache ist, dass man seinen Job tatsächlich sehr innig lieben und dennoch keinen Schaden davon tragen muss. ABER eine Heirat mit dem Job sollte man tatsächlich nicht eingehen - definitiv nicht! Der Job ist und bleibt ein Job und ersetzt weder menschliche Beziehungen, noch Hobbies noch andere Lebensprojekte, die auch spannend sein können.

Ein Job ist - egal ob selbständig oder als angestellte Person - letztendlich nur ein Vertrag. Innerhalb dieses Jobs geht man wiederum Beziehungen ein. Manche sind persönlicher Art, manche bleiben auf professioneller und sachlicher Ebene. Beides ist OK und erfüllend. Denn letztendlich sind es meist die Beziehungen, welche ausmachen, ob ich es als lohnend und sinnstiftend empfinde, mich für meinen Job einzusetzen.

Aber zurück zur Frage, ob man seinen Job lieben muss, um glücklich zu sein: Der Job ist ein Teil des Lebens und nimmt - egal ob als Hausfrau -mann mit oder ohne externen Teilzeitjob oder als Vollzeitworker/in - einen beachtlichen Teil unseres Lebens ein. Und da wir europäischen Menschen uns zu einem grossen Teil über unser Arbeitsleben definieren, ist es auch wichtig, dass dieser Einsatz von uns selbst wie auch von aussen wertgeschätzt wird. Ist das nicht der Fall, benötigen wir für ein-und-dieselbe Arbeit mehr Kraft. Sie kostet uns Energie, raubt uns unsere Motivation und letztendlich hinterfragen wir auch den Sinn dieser Arbeit. Wertschätzung und Arbeit gehören also eng zueinander. Doch was war zuerst - das Huhn oder das Ei?

Ich wünsche Ihnen ein erfüllendes Wochenende und einen positiven Start in die neue Woche!

Herzlichst

Franziska Bischof

P.S. am 18. März 16 findet unser erster Erlebnisevent in Zug zum Thema Burnout statt. Jetzt anmelden unter www.powermanagement.ch/erlebnisevents.html - es lohnt sich!




Montag, 8. Februar 2016

Nach einem arabischen Märchen ...

Freie Nacherzählung durch Franziska Bischof - sehr genaue Leser/Forscher/Denker/Kritiker mögen mir eventuelle Abweichungen zur Originalgeschichte verzeihen!

Es war einmal ein grosses, elegantes Kamel, das neben sich auf dem Boden eine kleine, geschäftige Ameise erblickte. Erstaunt beobachtete das Kamel, wie die Ameise einen Stohhalm mit sich schleifte, der ein x-faches grösser war als die Ameise selbst. Eine Weile beobachtete das Kamel das kleine Tierchen. Plötzlich konnte sich das Kamel nicht mehr zurückhalten und fragte neugierig:


"He, kleines Tierchen, wie machst du das? Ich meine, du bist ja so klein und dieser Strohhalm ist doch bestimmt 20-mal schwerer als du selbst! Ich werde schon müde, wenn ich eine Last tragen muss, die 20-mal leichter ist als ich selbst!"

Die Ameise hielt inne, legte den Strohhalm ab, schaute zum Kamel empor und begann, ganz angestrengt nachzudenken. "Hm, das ist eine gute Frage, die du mir da stellst!" Lange stand die Ameise so stirnrunzelnd und konzentriert da und dann antwortete sie in überzeugtem Ton: "Weisst du, es ist so, dass ich eben für mich und mein Volk arbeite und das macht mir Spass und drum kann ich auch grosse Lasten tragen - grössere Lasten als man sie mir je zutraut. Du aber bist nicht frei. Du arbeitest für deinen Herrn. Das ist der Unterschied." Die Ameise war mit sich und ihrer Antwort zufrieden, nahm ihren Strohhalm wieder in den Mund und ging schnell weiter.

Zurück liess sie ein Kamel, das nun angestrengt nachdachte ...



Donnerstag, 14. Januar 2016

Neujahrsvorsätze verpasst oder schon wieder verpatzt ...

"Der Mensch sollte sich nicht schämen, zuzugeben, dass er Unrecht hatte. Damit drückt er - in anderen Worten - nur aus, dass er heute klüger ist als gestern." (Alexander Pope)

Heisst, ein verpasster oder bereits schon wieder verpatzter Neujahrsvorsatz kann auch jetzt, heute, neu definiert werden. Veränderungen sind immer möglich und brauchen keine "Meilensteindaten". Wichtig ist, dass sie zu den eigenen Werten und Vorstellungen passen und wir uns damit nicht einem gesellschaftlichen Druck unterwerfen. Denn dann wird es schwierig, sich selbst gerecht zu werden.

In diesem Sinne halte ich es kurz mit dem heutigen Blog, so dass Sie Zeit für Ihre persönlichen Ziele haben - jetzt! Viel Spass und genauso viel Erfolg heute, morgen und übermorgen!

Franziska Bischof-Jäggi