Donnerstag, 21. April 2016

Ruhepunkte liegen immer drin ...

... solange sie mehr hergibt als sie Zeit nimmt!

 Und wer es richtig macht, dem ist schnell klar, Ruhepunkte lohnen sich tatsächlich!
Ruhepunkte sind möglich als Kaffee- oder Tee- oder sonstige Pausen.
Ruhepunkte sind möglich als kleiner humorvoller Schwatz mit der Nachbarin.
Ruhepunkte sind möglich als kleine 5-Minuten-Pause ohne Zigarette selbstverständlich.
Ruhepunkte sind möglich auf dem WC und dem bewussten udn genussreichen Händewaschen.
Ruhepunkte sind das Lesen der Zeitung oder ein kurzes Aus-dem-Fenster-gucken-und-den-Wolkenbildern-nachschauen.
Ruhepunkte sind aber auch möglich als Liegepausen: Du brauchst eine flache, mittelharte Unterlage, legst dich auf den Rücken. Fertig. Ruhe. Augen zu. Erholung. Genuss. Ab- und Eintauchen. Abschalten und Aufladen. Mega - einfach nur mega!
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Nach 5 Minuten bis spätestens 20 Minuten solltest du dich zwingen, zurück in den Alltag zu kehren, denn sonst läufst du Gefahr, dass du vom Dösen ins Schlafen verfällst und wenn dich der Tiefschlaf packt, dann - hoppla - hast du es schwierig, daraus wieder zu entfliehen. Damit dir das nicht passiert, kannst du entweder dein Handy auf Fibration stellen oder einen Schlüssel in die Hand nehmen. Sobald du entspannt genug bist, wird sich deine Hand öffnen und der Schlüssel entfällt dir und bringt dich in unsere Welt zurück.


Solche kurzen Ruhepunkte tagsüber, stellen die notwendige Energiebalance her. Du fühlst sich von morgens bis abends frisch und in Form.
Starte einen bewussten Selbstversuch - immer wieder und mehrmals täglich in verschiedenen Formen und geniesse das Aufladen deiner Batterien!

Ich wünsche dir einen entspannten Start in das bevorstehende Wochenende!

Herzlichst

Franziska

Donnerstag, 24. März 2016

Mir geht es eigentlich gut!

In einem sind wir Schweizer und Schweizerinnen nicht nur ein bisschen oder relativ, sondern absolut unglaublich unübertrefflich gut: Im Relativieren: Mir geht es eigentlich gut. Das Projekt ist recht gut verlaufen. Die Tagung ist relativ gut über die Bühne gegangen. Wir sind grundsätzlich einverstanden mit dem Entscheid. Ich bin ein bisschen stolz auf die Ergebnisse.
Warum denn aber nicht: Mir geht es gut? Warum kann das Projekt oder die Tagung nicht ganz klar gelobt werden? Warum nicht ein Entscheid einfach nur gutgeheissen werden? Und warum darf man nicht einfach voller Stolz und Freude sein?
Warum brauchen wir diese Relativierungen?
Sie erlauben uns einen Spielraum. Wir sind dadurch frei in alle Richtungen und haben uns nicht ganz 100% festgelegt. Diese "auf-alle-Seiten-immer-offenbleiben-Strategie" bricht uns aber unsere Ecken und Kanten. Und die sind es doch gerade, die uns auch aus- und einzigartig machen!
Meine Devise ist deshalb eine andere. Ich bin zwar weder ein Fan von Johann Kaspar Lavater (Zeitgenosse von Goethe, Zürcherischer Pfarrer, Schriftsteller und Philosoph), doch einem seiner Zitate stimme ich voll und ganz zu:
"Fang beim Anfang an und ende nicht, bis du am Ziel bist!" 


Wenn ich also heute antworten müsste: "Mir geht es eigentlich gut!" so müsste ich mir gleichzeitig eingestehen, noch auf dem Weg zu sein. Das Ziel ist ja klar und dafür bin ich und einzig und allein ich zuständig und verantwortlich. Und wenn mich äussere Widrigkeiten dermassen beeinflussen, dass sie sich relativierend auf meine Befindlichkeit auswirken, so muss ich entweder sie verändern oder sie eben akzeptieren wie sie sind. Ganz einfach!
Und auf die anderen Beispiele gemünzt heisst das: Ich bin mit einem Entscheid einverstanden oder nicht. Wenn ich noch Zweifel hege, sind die zu klären und meine Vorbehalte anzubringen. Das hat mit Ehrlichkeit und Transparenz und letztendlich aber auch mit Mut und Klarheit zu tun! Das Projekt ist gut verlaufen oder eben noch nicht fertig oder halt eben gescheitert oder nicht zu meiner Zufriedenheit umgesetzt worden. Recht gut ist eine unkorrekte Aussage. Die Tagung ist bis auf ein paar vernachlässigbare Details sehr gut über die Bühne gegangen oder hat ein gutes Echo ausgelöst. Relativ gut ist unfair und hinterlässt bei niemandem ein gutes Gefühl. Aber eben à propos Gefühle: Wir Schweizer/innen dürfen nicht stolz sein. Stolz auf eine Leistung, das gehört sich nicht. Warum denn aber nicht? Stolz hat nichts mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Stolz ist eine Form der Freude, der Selbstachtung. Emanzipieren wir das Wort und emanzipieren wir uns doch selbst, indem wir zu Klarheit stehen und Relativierungen beiseite lassen!

Genussreiche und frohe Ostertage!

Freitag, 26. Februar 2016

Muss man seinen Job lieben, um glücklich zu sein?

Und wie verhält es sich im umgekehrten Sinne, wenn man seinen Job so extrem fest liebt, dass man sich fast schon als verheiratete Person mit seinem Job sieht? Ist das noch gesund?

Tatsache ist, dass man seinen Job tatsächlich sehr innig lieben und dennoch keinen Schaden davon tragen muss. ABER eine Heirat mit dem Job sollte man tatsächlich nicht eingehen - definitiv nicht! Der Job ist und bleibt ein Job und ersetzt weder menschliche Beziehungen, noch Hobbies noch andere Lebensprojekte, die auch spannend sein können.

Ein Job ist - egal ob selbständig oder als angestellte Person - letztendlich nur ein Vertrag. Innerhalb dieses Jobs geht man wiederum Beziehungen ein. Manche sind persönlicher Art, manche bleiben auf professioneller und sachlicher Ebene. Beides ist OK und erfüllend. Denn letztendlich sind es meist die Beziehungen, welche ausmachen, ob ich es als lohnend und sinnstiftend empfinde, mich für meinen Job einzusetzen.

Aber zurück zur Frage, ob man seinen Job lieben muss, um glücklich zu sein: Der Job ist ein Teil des Lebens und nimmt - egal ob als Hausfrau -mann mit oder ohne externen Teilzeitjob oder als Vollzeitworker/in - einen beachtlichen Teil unseres Lebens ein. Und da wir europäischen Menschen uns zu einem grossen Teil über unser Arbeitsleben definieren, ist es auch wichtig, dass dieser Einsatz von uns selbst wie auch von aussen wertgeschätzt wird. Ist das nicht der Fall, benötigen wir für ein-und-dieselbe Arbeit mehr Kraft. Sie kostet uns Energie, raubt uns unsere Motivation und letztendlich hinterfragen wir auch den Sinn dieser Arbeit. Wertschätzung und Arbeit gehören also eng zueinander. Doch was war zuerst - das Huhn oder das Ei?

Ich wünsche Ihnen ein erfüllendes Wochenende und einen positiven Start in die neue Woche!

Herzlichst

Franziska Bischof

P.S. am 18. März 16 findet unser erster Erlebnisevent in Zug zum Thema Burnout statt. Jetzt anmelden unter www.powermanagement.ch/erlebnisevents.html - es lohnt sich!




Montag, 8. Februar 2016

Nach einem arabischen Märchen ...

Freie Nacherzählung durch Franziska Bischof - sehr genaue Leser/Forscher/Denker/Kritiker mögen mir eventuelle Abweichungen zur Originalgeschichte verzeihen!

Es war einmal ein grosses, elegantes Kamel, das neben sich auf dem Boden eine kleine, geschäftige Ameise erblickte. Erstaunt beobachtete das Kamel, wie die Ameise einen Stohhalm mit sich schleifte, der ein x-faches grösser war als die Ameise selbst. Eine Weile beobachtete das Kamel das kleine Tierchen. Plötzlich konnte sich das Kamel nicht mehr zurückhalten und fragte neugierig:


"He, kleines Tierchen, wie machst du das? Ich meine, du bist ja so klein und dieser Strohhalm ist doch bestimmt 20-mal schwerer als du selbst! Ich werde schon müde, wenn ich eine Last tragen muss, die 20-mal leichter ist als ich selbst!"

Die Ameise hielt inne, legte den Strohhalm ab, schaute zum Kamel empor und begann, ganz angestrengt nachzudenken. "Hm, das ist eine gute Frage, die du mir da stellst!" Lange stand die Ameise so stirnrunzelnd und konzentriert da und dann antwortete sie in überzeugtem Ton: "Weisst du, es ist so, dass ich eben für mich und mein Volk arbeite und das macht mir Spass und drum kann ich auch grosse Lasten tragen - grössere Lasten als man sie mir je zutraut. Du aber bist nicht frei. Du arbeitest für deinen Herrn. Das ist der Unterschied." Die Ameise war mit sich und ihrer Antwort zufrieden, nahm ihren Strohhalm wieder in den Mund und ging schnell weiter.

Zurück liess sie ein Kamel, das nun angestrengt nachdachte ...



Donnerstag, 14. Januar 2016

Neujahrsvorsätze verpasst oder schon wieder verpatzt ...

"Der Mensch sollte sich nicht schämen, zuzugeben, dass er Unrecht hatte. Damit drückt er - in anderen Worten - nur aus, dass er heute klüger ist als gestern." (Alexander Pope)

Heisst, ein verpasster oder bereits schon wieder verpatzter Neujahrsvorsatz kann auch jetzt, heute, neu definiert werden. Veränderungen sind immer möglich und brauchen keine "Meilensteindaten". Wichtig ist, dass sie zu den eigenen Werten und Vorstellungen passen und wir uns damit nicht einem gesellschaftlichen Druck unterwerfen. Denn dann wird es schwierig, sich selbst gerecht zu werden.

In diesem Sinne halte ich es kurz mit dem heutigen Blog, so dass Sie Zeit für Ihre persönlichen Ziele haben - jetzt! Viel Spass und genauso viel Erfolg heute, morgen und übermorgen!

Franziska Bischof-Jäggi


Donnerstag, 17. Dezember 2015

Danke Platon!

"Es ist der grösste Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht getrennt werden kann." (Platon, 428 - 348 v. Chr.)
Heinomal, wie kommt es denn aber, dass wir 2400 Jahre später noch immer genau an dem kranken?
Jemand, der einen Burnout erleidet, hat sowohl körperliche als auch psychische Symptome. Beim einen Menschen sind die körperlichen Symptome ausgeprägter, beim anderen die psychischen. Trotzdem geht der Hausarzt die Situation ausschliesslich von körperlicher Seite her an und der Psychotherapeut oder Psychiater von der emotionalen Ebene. Beide stehen unter Schweigepflicht. Selbst wenn die betroffene Person eine Schweigepflichtentbindung unterschreibt, findet der Austausch nur punktuell statt und ebenso nur punktuell wird dann wirklich Hand-in-Hand zusammengearbeitet. Was für eine Ressourcenverschwendung doch!
In den Situationen, wo die Zusammenarbeit klappt und man sich gegenseitig immer wieder Bälle zuspielt, aufeinander hört und ergänzend zueinander in den Aufbau investiert, ist der Gewinn für die betroffene Person schnell erkennbar. Die Dynamik überträgt sich nämlich sofort auch auf die Person selbst, um die es ja eigentlich geht. Die Zusammenarbeit wirkt als Katalysator.
Hat mir jemand eine Lösung, wie wir vermehrt Katalysatoren in die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Psychotherapeuten/Psychiatern einbauen können? Bei Motoren haben wir es verstanden und sehen den Gewinn. Bei den Menschen wäre es nicht anders!
Ich freue mich auf Feedbacks und Platon wiederum wird in seinem Grab vermutlich einen Freudenhüpfer machen, wenn wir ihn nach so langer Zeit langsam verstehen werden!

 

Freitag, 4. Dezember 2015

Haben Sie schon einen Schrittzähler?

Liebe Leserin, lieber Leser

Wir haben ja schon fast alles und "brauchen" ja eigentlich wirklich nichts zu Weihnachten. Aber Schenken ist eben trotzdem schön, macht Spass und sollte Spass bereiten. Aber Hand aufs Herz: Was bringt ein Schrittzähler wirklich? Klar, Sie gehören dann auch zu den Trendsettern und können mitreden. Sie fühlen sich auch vermessen, bekommen täglich Feedbacks von Ihren Geräten und den installierten Apps und wissen, ob nun die betätigten Schritte im Verhältnis zum Gewicht, Ihrem Körperfettanteil, Ihrem Ruhepuls und der Schlafdauer ausreichen oder nicht. Pah, welche Sensation! Und ja, die Schrittzähler können tatsächlich nicht nur mit dem Handy und dem Laptop, sondern auch via Bluetooth und Ihrer entsprechend gerätekompatiblen Waage miteinander reden. Welch ein Fortschritt! Gerade im Fall eines Sehproblems oder dass Ihr Bauch die Waaganzeige verdeckt (ich kenne das aus den Schwangerschaften) können Sie wirklich froh sein, dass Ihre Waage mit ihrem Schrittzähler und damit mit Ihrem Handy in Verbindung steht!



Warum ich dennoch keinen Schrittzähler habe: Ich bin Psychologin und als solche gehört es zu meinen Aufgaben, mich mit Emotionen und dem Drum-und-Dran rund um Emotionen auszukennen. Ich brauche also keinen Schrittzähler, der mir sagt, ob ich genügend Bewegung hatte und ob die Bewegung im Verhältnis zu meinem ganz allgemeinen Befinden bzw. zu dem, was von meinem Befinden eben wie oben beschrieben (Ruhepuls, Körperfettanteil etc.) messbar ist. Ich spüre tatsächlich noch, ob ich mich genügend bewegt habe, ob ich mich zu schwer fühle, ob ich finde, ich hätte nicht genügend geschlafen etc. Denn wenn man zu wenig geschlafen hat, mag man sich infolgedessen auch nicht gleich stark bewegen. Logisch, oder nicht!? Brauche ich dafür einen Schrittzähler, der mir das sagt, was ich selbst auch schon weiss?
Nun, wer das nicht selbst und ohne Gerätefeedbacks feststellen kann, spürt vermutlich auch nicht, ob er oder sie genügend Schritte im emotionalen Bereich, also raus aus den Gewohnheiten und raus aus der Komfortzone unternimmt jeden Tag? Und ob er oder sie zu viel an emotionalem Ballast mit sich herumträgt? Und ob das Verhältnis der Schritte im emotionalen Bereich und dem emotionalen Ballast korrigiert werden sollte?
Meine Gefühle kennen mich besser als jedes App, bringen mich in keine externe Abhängigkeit und sind gute Freunde von mir. Auf sie ist (fast) immer Verlass! Sie kennen weder Wackelkontakt, noch leeren Akku, noch können sie liegengelassen werden, noch brauchen sie ein Update. Ach, wie einfach das Leben doch ist, wenn man in Begleitung von guten Freunden unterwegs ist!
Meine Empfehlung an Sie: Machen Sie den ersten Schritt und kommunizieren Sie Ihrem Umfeld klar und unmissverständlich, ob Sie einen Schrittzähler wünschen zu Weihnachten oder ob Sie lieber Zeit geschenkt bekommen - z.B. in Form eines Buches, in Form eines Konzerttickets, in Form eines Putzgutscheins, eines gemeinsam besuchten Kurses etc.

Frohe Advents- und Weihnachtstage!

Franziska Bischof

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt ...

... um dich an eines unserer Webinare anzumelden. Sie finden statt zu den Themen  Und warum solltest du dich anmelden? Weil all diese Themen...