Donnerstag, 15. Dezember 2016

Sterne sind ...

... wie die Vergissmeinnicht der Engel.  (Henry Wadsworth Longfellow - amerikanischer Schriftsteller)


Ich las diesen Spruch und fand ihn einfach nur unglaublich schön. Vielleicht deshalb, weil ich sehr gerne in den Nachthimmel schaue. Mich fasziniert diese Unendlichkeit. In die Unendlichkeit zu schauen lässt Tagesgeschehnisse relativieren und beruhigt . Auch Details im Garten zu betrachten und zu staunen, wie in der aktuellen Jahreszeit Raureifen an den Stauden bilden oder wie sich im Frühling Knospen bilden und das Gras wieder spriesst, im Sommer die Farben spielen und im Herbst sich alles wieder zurückbildet und die Kargheit wiederkommt, beruhigt.
Dieser Spruch, der die Sterne mit Vergissmeinnicht vergleicht, kombiniert zwei meiner Kraftorte: Das Universum und die Natur. Und genau das macht den Spruch so toll: Er reso

niert bei mir. Er lässt zwei Dinge in mir anklingen, die beide äusserst positiv verknüpft sind.
Und genau darauf sollten wir im Alltag ganz, ganz bewusst schauen: Was in uns positive Resonanz bringt, das heilt uns, bringt uns weiter, nährt uns, energetisiert uns. Dies können Personen sein oder ein Gegenstand, etwas, was duftet, ein Musikstück, ein Bild, eine Erinnerung, eine Stimmung.

Ich wünsche Ihnen für die kommende Weihnachtszeit viel positive Resonanz und sollte es dennoch zwischendurch hektisch oder emotional anstrengend werden (ja, solche Feiertage haben es manchmal ganz faustdick drauf diesbezüglich), dann gönnen Sie sich doch einfach einen Spaziergang und konzentrieren sich auf die Natur oder den Nachthimmel.

Bis im 2017! Herzlichst, Ihre Franziska Bischof


Mittwoch, 7. Dezember 2016

Aber wie denn eigentlich?!

Liebe Leserin, lieber Leser

Abraham Lincoln sagte: "The best way to predict the future is to create it." Schön und gut, aber wie denn?!? Nun, mir persönlich hilft es, wenn ich mir dazu eine Weisheit des Philosophen Ralph Waldo Emerson vor Augen halte: "Jeder Künstler war zuerst ein Amateur."
Ralph Waldo Emerson lebte im 19. Jahrhundert und war eine der wichtigsten intellektuellen und moralischen Stützen von Abrahalm Lincoln. Auch war er erfolgreicher Mentor für viele Jungtalente im schriftstellerischen Bereich.
Inzwischen koche ich zwar definitiv nicht mehr wie ein Amateur, doch gerade dann ist es sehr schwierig, anderen auch die Chancen zur Entwicklung zu geben. Es wäre so Vieles schneller und besser erledigt, wenn ich es alleine machen würde. Dann aber würde ich es auch noch in 1, 10 oder gefühlten 100 Jahren alleine machen. Wie aber sollen sich andere auch entwickeln können, wenn ich ihnen die Chance nicht gebe?
Und ist es im Beruf nicht genau gleich? Ich muss andere fördern, sie sogar an mir vorbeiziehen lassen, wenn ich möchte, dass weiterhin Neues und Besseres möglich ist. Und ich muss bereit sein, mein Wissen weiter zu geben. Anteil nehmen lassen und Anteil geben. Austauschen. Fordern und und Fördern. Amateure ernst nehmen und hoffen, dass sich Künstler selbst immer weiterhin als ein Stückchen Amateure sehen, so dass sie die Neugierde und Motivation behalten, weitere Wege zu begehen und nicht stehen zu bleiben. Lebenslanges Lernen ist wichtig. Lebenslanges Lernen aus Neugierde und Motivation heraus ist wichtig. Nicht verbissenes Lernen aus purem Pflichtbewusstsein und Angst vor Versagen. Lernen, um noch mehr zu entdecken, noch mehr zu können, zu erfassen.

Es ist Advent. Wir alle sind Künstler darin, unsere Agenden vollzustopfen. Es ginge auch anders natürlich! Lasst uns doch zugestehen, Amateure im Zeitmanagement zu sein und zu lernen, motiviert zu lernen, wie man sich abgrenzt, sein lässt, abschliesst, hinter sich lässt und eben nicht immer perfekt sein muss. Lasst uns als Amateure den Weg zum Lebenskünstler suchen und finden!

Ich wünsche uns allen einen schönen Advent!

Herzlichst

Franziska