Mittwoch, 31. August 2016

Zum Nachdenken keine Zeit ...

"Zum Nachdenken keine Zeit haben heisst, 
keine Zeit haben zu sehen, 
wohin man geht, 
weil man zu viel damit zu tun hat, 
dorthin zu gelangen."
(Unbekannt)

 Es gibt dreierlei Menschen:

1. Diejenigen, welche blind durchs Leben hetzen und tatsächlich vorgeben, keine Zeit zum Reflektieren zu haben. Ihnen ist das gesunde Mass an Selbstreflektion, an Neuorientierung und an in Frage stellen abhanden gekommen. Ob sie tatsächlich glücklich sind, wenn sie ihr/e Ziel/e erreichen oder ob sie überrascht sind, weil sie sich ihr/e Ziel/e eben doch anders vorgestellt haben?

2. Diejenigen, die vor lauter Hinterfragen dermassen im Grübeln feststecken, dass sie sich nicht mehr bewegen - weder vorwärts, noch rückwärts. Sie stagnieren aus lauter Angst, einen Schritt in die falsche Richtung zu tun. Sie haben beschlossen, das Risiko auszumerzen, indem sie ihm schlicht keine Chancen mehr geben. Damit geben sie aber auch der Entwicklung, dem Glück und der Zufriedenheit keine Chancen.


3. Und drittens gibt es die Menschen dazwischen: Sie orientieren sich zwar an ihren Zielen, doch hinterfragen sie den Weg dahin regelmässig, bauen Verbesserungen in den Lebensplan ein und sind bereit, sich permanent selbst zu verändern, sich aber auch an gegebene Veränderungen anzupassen. Durch diese Beweglichkeit bleiben sie flexibel, sind meist toleranter und humorvoller.

Es ist klar, zu welcher Menschengruppe wir selbst angehören möchten. Was uns dabei hilft, sind folgende drei Fragen, die wir uns immer wieder im Alltag stellen können:
A) WO ist meine / unsere Aufmerksamkeit?
B) WAS bedeutet das?
C) WIE reagiere ich?

Mittels dieser drei kurzen Standortbestimmungsfragen schärfen wir unsere Achtsamkeit uns selbst gegenüber. Wir reflektieren unser Tun und Handeln und lernen, uns selbst Feedback zu geben. Daraus entwickelt sich ein unglaubliches Potential für unsere nächsten Schritte, denn jetzt können wir zielgerichtet korrigieren.
Die drei Fragen werden übrigens von professionellen Schauspielern regelmässig angewandt, um voll und ganz gewahr zu sein, die aktuelle Rolle mit grösstmöglicher Präsenz und Identifikation auszufüllen. Sind wir nicht im Alltag immer wieder auch kleine Schauspieler? Testen Sie die drei Fragen selbst aus: Vor oder während einer Sitzung, vor einer Präsentation, während einem Businesslunch, beim Nachtessen in der Familie, beim Zubettbringen Ihrer Kinder, beim Sporttreiben, Haushalten etc.
Ich liebe es, meine Aufmerksamkeit für den Moment so zu schärfen und mir selbst innerlich zuzunicken, wenn ich merke, dass ich mit mir und meinem Verhalten eins bin und ich liebe es, zu korrigieren, bevor Fehler auftreten.Testen Sie es selbst aus! Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg dabei!

Herzlichst

Franziska Bischof

Freitag, 13. Mai 2016

dialog.club öffnet seine Türen!

Per sofort gibt es eine fachlich geführte Gesprächsgruppe für ADS-betroffene Erwachsene in unseren Räumlichkeiten der Powermanagement GmbH.

Registrierung für die Treffs, Themen- und Datenübersicht sind via Homepage www.powermanagement.ch/dialogclub möglich.

Die Schweizer Bauernzeitung hat als erstes gestern, am 12.5.16 über das neue Angebot berichtet:


Frohe Pfingsten, viel Genuss und Zeit zum Abschalten

Herzlichst

Franziska Bischof-Jäggi



Dienstag, 3. Mai 2016

Sparen bis zum Umfallen

(Freie Nacherzählung einer bekannten Metapher. Personen, welche sehr genau denkend und handelnd sind mögen mir eventuelle Ungenauigkeiten verzeihen!)


Es war einmal ein geiziger Müller. Dieser kaufte sich einen Esel. Der Verkäufer instruierte den Müller, wie er den Esel pflegen und füttern soll, damit er bei seiner Arbeit seinen vollen Einsatz liefern könne.
Dem Müller war der Rat nach genügend und gesundem Futter für den Esel aber zu teuer. So dachte er sich, er gewöhne den Esel einfach täglich an weniger Futter. Gedacht getan: Der Müller reduzierte also das Futter des Esels von Tag zu Tag um eine Handvoll, so dass sich der Esel langsam aber stetig an seine tägliche Futterration gewöhnen könne. Der Müller war stolz auf seine Idee und freute sich über die Fortschritte des Esels, täglich mit noch weniger Futter auszukommen.
Eines Morgens aber als der Müller den Stall betrat, lag der Esel tot auf dem Boden. Der Müller schüttelte traurig den Kopf und murmelte vor sich hin: "Das ist ja nun wirklich sehr schade, dass der Esel ausgerechnet jetzt sterben musste. Es haben nur noch ein paar wenige Tage gefehlt und ich hätte den Esel daran gewöhnen können, von gar nichts mehr zu leben!"


Nun, steckt nicht in jedem von uns ein ein solcher Esel, der gefüttert und beachtet werden will? Der Esel symbolisiert unsere Bedürfnisse. Es braucht sehr viel Selbstdisziplin und "Erst-recht-und-trotzdem-Denken", um dem inneren Esel (den Bedürfnissen) auch in Stressmomenten gerecht zu werden.

Glaub mir, je kräftiger dein innerer Esel ist, je mehr Achtung du ihm schenkst, umso mehr Leistung holt er für dich dann wieder raus, wenn es drauf ankommt!

Ich wünsche dir einen schönen Tag

Herzlichst


Franziska Bischof

Donnerstag, 21. April 2016

Ruhepunkte liegen immer drin ...

... solange sie mehr hergibt als sie Zeit nimmt!

 Und wer es richtig macht, dem ist schnell klar, Ruhepunkte lohnen sich tatsächlich!
Ruhepunkte sind möglich als Kaffee- oder Tee- oder sonstige Pausen.
Ruhepunkte sind möglich als kleiner humorvoller Schwatz mit der Nachbarin.
Ruhepunkte sind möglich als kleine 5-Minuten-Pause ohne Zigarette selbstverständlich.
Ruhepunkte sind möglich auf dem WC und dem bewussten udn genussreichen Händewaschen.
Ruhepunkte sind das Lesen der Zeitung oder ein kurzes Aus-dem-Fenster-gucken-und-den-Wolkenbildern-nachschauen.
Ruhepunkte sind aber auch möglich als Liegepausen: Du brauchst eine flache, mittelharte Unterlage, legst dich auf den Rücken. Fertig. Ruhe. Augen zu. Erholung. Genuss. Ab- und Eintauchen. Abschalten und Aufladen. Mega - einfach nur mega!
....
....
....
Nach 5 Minuten bis spätestens 20 Minuten solltest du dich zwingen, zurück in den Alltag zu kehren, denn sonst läufst du Gefahr, dass du vom Dösen ins Schlafen verfällst und wenn dich der Tiefschlaf packt, dann - hoppla - hast du es schwierig, daraus wieder zu entfliehen. Damit dir das nicht passiert, kannst du entweder dein Handy auf Fibration stellen oder einen Schlüssel in die Hand nehmen. Sobald du entspannt genug bist, wird sich deine Hand öffnen und der Schlüssel entfällt dir und bringt dich in unsere Welt zurück.


Solche kurzen Ruhepunkte tagsüber, stellen die notwendige Energiebalance her. Du fühlst sich von morgens bis abends frisch und in Form.
Starte einen bewussten Selbstversuch - immer wieder und mehrmals täglich in verschiedenen Formen und geniesse das Aufladen deiner Batterien!

Ich wünsche dir einen entspannten Start in das bevorstehende Wochenende!

Herzlichst

Franziska

Donnerstag, 24. März 2016

Mir geht es eigentlich gut!

In einem sind wir Schweizer und Schweizerinnen nicht nur ein bisschen oder relativ, sondern absolut unglaublich unübertrefflich gut: Im Relativieren: Mir geht es eigentlich gut. Das Projekt ist recht gut verlaufen. Die Tagung ist relativ gut über die Bühne gegangen. Wir sind grundsätzlich einverstanden mit dem Entscheid. Ich bin ein bisschen stolz auf die Ergebnisse.
Warum denn aber nicht: Mir geht es gut? Warum kann das Projekt oder die Tagung nicht ganz klar gelobt werden? Warum nicht ein Entscheid einfach nur gutgeheissen werden? Und warum darf man nicht einfach voller Stolz und Freude sein?
Warum brauchen wir diese Relativierungen?
Sie erlauben uns einen Spielraum. Wir sind dadurch frei in alle Richtungen und haben uns nicht ganz 100% festgelegt. Diese "auf-alle-Seiten-immer-offenbleiben-Strategie" bricht uns aber unsere Ecken und Kanten. Und die sind es doch gerade, die uns auch aus- und einzigartig machen!
Meine Devise ist deshalb eine andere. Ich bin zwar weder ein Fan von Johann Kaspar Lavater (Zeitgenosse von Goethe, Zürcherischer Pfarrer, Schriftsteller und Philosoph), doch einem seiner Zitate stimme ich voll und ganz zu:
"Fang beim Anfang an und ende nicht, bis du am Ziel bist!" 


Wenn ich also heute antworten müsste: "Mir geht es eigentlich gut!" so müsste ich mir gleichzeitig eingestehen, noch auf dem Weg zu sein. Das Ziel ist ja klar und dafür bin ich und einzig und allein ich zuständig und verantwortlich. Und wenn mich äussere Widrigkeiten dermassen beeinflussen, dass sie sich relativierend auf meine Befindlichkeit auswirken, so muss ich entweder sie verändern oder sie eben akzeptieren wie sie sind. Ganz einfach!
Und auf die anderen Beispiele gemünzt heisst das: Ich bin mit einem Entscheid einverstanden oder nicht. Wenn ich noch Zweifel hege, sind die zu klären und meine Vorbehalte anzubringen. Das hat mit Ehrlichkeit und Transparenz und letztendlich aber auch mit Mut und Klarheit zu tun! Das Projekt ist gut verlaufen oder eben noch nicht fertig oder halt eben gescheitert oder nicht zu meiner Zufriedenheit umgesetzt worden. Recht gut ist eine unkorrekte Aussage. Die Tagung ist bis auf ein paar vernachlässigbare Details sehr gut über die Bühne gegangen oder hat ein gutes Echo ausgelöst. Relativ gut ist unfair und hinterlässt bei niemandem ein gutes Gefühl. Aber eben à propos Gefühle: Wir Schweizer/innen dürfen nicht stolz sein. Stolz auf eine Leistung, das gehört sich nicht. Warum denn aber nicht? Stolz hat nichts mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Stolz ist eine Form der Freude, der Selbstachtung. Emanzipieren wir das Wort und emanzipieren wir uns doch selbst, indem wir zu Klarheit stehen und Relativierungen beiseite lassen!

Genussreiche und frohe Ostertage!

Freitag, 26. Februar 2016

Muss man seinen Job lieben, um glücklich zu sein?

Und wie verhält es sich im umgekehrten Sinne, wenn man seinen Job so extrem fest liebt, dass man sich fast schon als verheiratete Person mit seinem Job sieht? Ist das noch gesund?

Tatsache ist, dass man seinen Job tatsächlich sehr innig lieben und dennoch keinen Schaden davon tragen muss. ABER eine Heirat mit dem Job sollte man tatsächlich nicht eingehen - definitiv nicht! Der Job ist und bleibt ein Job und ersetzt weder menschliche Beziehungen, noch Hobbies noch andere Lebensprojekte, die auch spannend sein können.

Ein Job ist - egal ob selbständig oder als angestellte Person - letztendlich nur ein Vertrag. Innerhalb dieses Jobs geht man wiederum Beziehungen ein. Manche sind persönlicher Art, manche bleiben auf professioneller und sachlicher Ebene. Beides ist OK und erfüllend. Denn letztendlich sind es meist die Beziehungen, welche ausmachen, ob ich es als lohnend und sinnstiftend empfinde, mich für meinen Job einzusetzen.

Aber zurück zur Frage, ob man seinen Job lieben muss, um glücklich zu sein: Der Job ist ein Teil des Lebens und nimmt - egal ob als Hausfrau -mann mit oder ohne externen Teilzeitjob oder als Vollzeitworker/in - einen beachtlichen Teil unseres Lebens ein. Und da wir europäischen Menschen uns zu einem grossen Teil über unser Arbeitsleben definieren, ist es auch wichtig, dass dieser Einsatz von uns selbst wie auch von aussen wertgeschätzt wird. Ist das nicht der Fall, benötigen wir für ein-und-dieselbe Arbeit mehr Kraft. Sie kostet uns Energie, raubt uns unsere Motivation und letztendlich hinterfragen wir auch den Sinn dieser Arbeit. Wertschätzung und Arbeit gehören also eng zueinander. Doch was war zuerst - das Huhn oder das Ei?

Ich wünsche Ihnen ein erfüllendes Wochenende und einen positiven Start in die neue Woche!

Herzlichst

Franziska Bischof

P.S. am 18. März 16 findet unser erster Erlebnisevent in Zug zum Thema Burnout statt. Jetzt anmelden unter www.powermanagement.ch/erlebnisevents.html - es lohnt sich!




Montag, 8. Februar 2016

Nach einem arabischen Märchen ...

Freie Nacherzählung durch Franziska Bischof - sehr genaue Leser/Forscher/Denker/Kritiker mögen mir eventuelle Abweichungen zur Originalgeschichte verzeihen!

Es war einmal ein grosses, elegantes Kamel, das neben sich auf dem Boden eine kleine, geschäftige Ameise erblickte. Erstaunt beobachtete das Kamel, wie die Ameise einen Stohhalm mit sich schleifte, der ein x-faches grösser war als die Ameise selbst. Eine Weile beobachtete das Kamel das kleine Tierchen. Plötzlich konnte sich das Kamel nicht mehr zurückhalten und fragte neugierig:


"He, kleines Tierchen, wie machst du das? Ich meine, du bist ja so klein und dieser Strohhalm ist doch bestimmt 20-mal schwerer als du selbst! Ich werde schon müde, wenn ich eine Last tragen muss, die 20-mal leichter ist als ich selbst!"

Die Ameise hielt inne, legte den Strohhalm ab, schaute zum Kamel empor und begann, ganz angestrengt nachzudenken. "Hm, das ist eine gute Frage, die du mir da stellst!" Lange stand die Ameise so stirnrunzelnd und konzentriert da und dann antwortete sie in überzeugtem Ton: "Weisst du, es ist so, dass ich eben für mich und mein Volk arbeite und das macht mir Spass und drum kann ich auch grosse Lasten tragen - grössere Lasten als man sie mir je zutraut. Du aber bist nicht frei. Du arbeitest für deinen Herrn. Das ist der Unterschied." Die Ameise war mit sich und ihrer Antwort zufrieden, nahm ihren Strohhalm wieder in den Mund und ging schnell weiter.

Zurück liess sie ein Kamel, das nun angestrengt nachdachte ...



Jetzt ist der richtige Zeitpunkt ...

... um dich an eines unserer Webinare anzumelden. Sie finden statt zu den Themen  Und warum solltest du dich anmelden? Weil all diese Themen...