Dienstag, 3. Mai 2016

Sparen bis zum Umfallen

(Freie Nacherzählung einer bekannten Metapher. Personen, welche sehr genau denkend und handelnd sind mögen mir eventuelle Ungenauigkeiten verzeihen!)


Es war einmal ein geiziger Müller. Dieser kaufte sich einen Esel. Der Verkäufer instruierte den Müller, wie er den Esel pflegen und füttern soll, damit er bei seiner Arbeit seinen vollen Einsatz liefern könne.
Dem Müller war der Rat nach genügend und gesundem Futter für den Esel aber zu teuer. So dachte er sich, er gewöhne den Esel einfach täglich an weniger Futter. Gedacht getan: Der Müller reduzierte also das Futter des Esels von Tag zu Tag um eine Handvoll, so dass sich der Esel langsam aber stetig an seine tägliche Futterration gewöhnen könne. Der Müller war stolz auf seine Idee und freute sich über die Fortschritte des Esels, täglich mit noch weniger Futter auszukommen.
Eines Morgens aber als der Müller den Stall betrat, lag der Esel tot auf dem Boden. Der Müller schüttelte traurig den Kopf und murmelte vor sich hin: "Das ist ja nun wirklich sehr schade, dass der Esel ausgerechnet jetzt sterben musste. Es haben nur noch ein paar wenige Tage gefehlt und ich hätte den Esel daran gewöhnen können, von gar nichts mehr zu leben!"


Nun, steckt nicht in jedem von uns ein ein solcher Esel, der gefüttert und beachtet werden will? Der Esel symbolisiert unsere Bedürfnisse. Es braucht sehr viel Selbstdisziplin und "Erst-recht-und-trotzdem-Denken", um dem inneren Esel (den Bedürfnissen) auch in Stressmomenten gerecht zu werden.

Glaub mir, je kräftiger dein innerer Esel ist, je mehr Achtung du ihm schenkst, umso mehr Leistung holt er für dich dann wieder raus, wenn es drauf ankommt!

Ich wünsche dir einen schönen Tag

Herzlichst


Franziska Bischof